Biologe des RKI als Gutachter im Rizin-Prozess

(PW|Foto:Symbolbild) Im Rizin-Prozess hat am Donnerstag ein Gutachter des Robert-Koch-Instituts ausgesagt.

© Radio Köln/ Waltel

Der Biologe sollte klären, ob die belastenden Giftspuren an Kleidungsstücken der wegen Terrorverdachts angeklagten Kölnerin auch durch Verunreinigungen entstanden sein könnten. Der zum Islam konvertierten Frau aus Chorweiler wird vorgeworfen, zusammen mit ihrem bereits verurteilten Ehemann einen islamistischen Anschlag mit vielen Toten geplant zu haben. Das Ziel der Verteidigung, die mehrfache Mutter zu entlasten, ist nur ansatzweise geglückt.

Der Wissenschaftler aus Berlin hat am Donnerstag bereits zum zweiten Mal als Gutachter in dem seit fast einem Jahr laufenden Prozess ausgesagt.

Zwar befand der Biologe, dass die Giftspuren an den Handschuhen auch durch Verunreinigungen zustande gekommen sein könnten, bei den Rizin-Spuren an dem Mundschutz der Frau sei aber davon auszugehen, dass sie von einem direkten Kontakt mit dem Biokampfstoff stammten. Für die Anklage ein Indiz für die Beteiligung der Frau.

Am Dienstag soll ein psychiatrisches Gutachten vorgestellt werden. Es soll klären, ob die Kölnerin möglicherweise vermindert schuldfähig ist.

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