Cybercrime in NRW nimmt deutlich zu: Ermittler setzen auf KI
Veröffentlicht: Freitag, 24.04.2026 16:57
Die Cybercrime-Ermittler in NRW verzeichnen einen deutlichen Anstieg von Cyberangriffen und Internetkriminalität und setzen deshalb verstärkt auf eigene KI-Systeme.

Die Spezialeinheit Cybercrime der Staatsanwaltschaft Köln, die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC NRW), verzeichnet seit Jahren eine deutlich steigende Arbeitsbelastung. Die Einheit ist landesweit zuständig und besteht seit rund zehn Jahren. Nach Angaben der Ermittler hat sich die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen und kritische Infrastruktur in den vergangenen zwei Jahren verdreifacht. Auch Verfahren wegen Kindesmissbrauchs im Internet sowie Hasskriminalität sind deutlich angestiegen. Beim Jahresgespräch der ZAC NRW warnte NRW-Justizminister Benjamin Limbach vor einer „neuen Dimension“ der Bedrohungslage für kritische Infrastruktur. Auch der Mittelstand müsse sich stärker gegen Cyberangriffe schützen.
Die Ermittler reagieren unter anderem mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Da keine externe Software von großen US-Anbietern genutzt werden soll, entwickelt die ZAC eigene KI-Systeme. Diese laufen auf eigenen Servern in Köln und sollen etwa bei der Auswertung von Daten, dem Durchsuchen von Geräten sowie der Analyse von Dateien und Dokumenten unterstützen. (FW|ISc)


