Demonstration gegen Suchthilfezentrum
Veröffentlicht: Sonntag, 01.02.2026 09:00
Das Suchthilfezentrum bleibt aktuell ein Diskussionsthema in unserer Stadt. Bevor der Stadtrat nächsten Donnerstag entscheiden soll, wurde am Samstag noch einmal demonstriert.

Die IG Pantaleonsviertel verlangt Antworten von der Stadt. Ihnen reichen die Informationen nicht aus. Auch die Entscheidungsgrundlage für den Standort halten sie für zu dünn, das Sicherheitskonzept überzeugt sie nicht. Sie hatte deswegen am Berufskolleg Kartäuserwall zu einer Demonstration aufgerufen. Gegen 11 Uhr am Samstagmorgen zogen die Demonstranten durch das Veedel. Bis zu 800 Menschen hatten sich laut Veranstalter der Demo angeschlossen. Viele Familien mit Kindern und auch ältere Menschen waren mit Trillerpfeifen und Plakaten dabei. Darauf stand zum Beispiel „Keine Drogenexperimente mit Kindern“ oder „Angsträume schaffen keine Hilfe“.
Der Veranstalter sagte, dass es ihnen nicht grundsätzlich gegen das Suchthilfezentrum ginge. Sie fänden aber ihr Veedel dafür nicht geeignet und sagten, dass das Sicherheitskonzept bisher nicht richtig ausgearbeitet sei. Gleichzeitig sind aber längst nicht alle Anwohnerinnen und Anwohner gegen ein Suchthilfezentrum in ihrer Nachbarschaft. Zum Beispiel die Initiative „Südi bleibt solidarisch“ befürwortet das Suchthilfezentrum für den Standort. Eine weitere Gruppe aus Sozialarbeit, Kirche und Personen des öffentlichen Lebens hat eine Petition ins Leben gerufen: Über 1000 Unterschriften hat diese. Sie befürworten das Suchthilfezentrum - mit einem guten Sicherheitskonzept.
Am Donnerstag beschäftigte sich die Innenstadtpolitik mit dem Thema. SPD und Grüne beantragten Änderungen, was die IG als Beleg dafür wertet, dass die Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat noch unvollständig sei. (GDM|GR|DD|LE)


