Erzbistum zahlt Schulden von Priester aus Sondervermögen
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.04.2022 14:42
(KU|Symbolbild) Das Kölner Erzbistum sorgt schon wieder für Aufsehen. Dieses Mal, weil es insgesamt 1,15 Millionen Euro für einen überschuldeten Priester gezahlt hat. Das bestätigte das Bistum auf Radio Köln-Nachfrage. Der Geistliche habe knapp 500.000 Euro Schulden gehabt, die das Erzbistum in mehreren Tranchen beglichen habe.

Steuerrechtliche Überprüfungen hätten ergeben, dass diese Zuwendungen steuerpflichtig seien. Deswegen habe das Erzbistum dann nochmal knapp 650.000 Euro für die nachträgliche Versteuerung samt Zinsen gezahlt. Die Mittel seien zum Teil aus einem Sondervermögen entnommen worden, aus dem auch die Zahlungen an Opfer von sexuellem Missbrauch geleistet werden. Die Lohnsteuerbegleichung plus Zinsen sei hingegen aus dem Personalkostenbudget des Erzbistums bezahlt worden, sagte der Sprecher. Die Aufsichts- und Kontrollgremien des Erzbistums seien in die Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen nicht eingebunden gewesen.


