Gedenken in Köln an den Überfall der Hamas auf Israel
Veröffentlicht: Montag, 07.10.2024 06:40
(PR|KS|DD|Symbolbild) Jahrestag des Hamas-Terrors: Kirchen in Köln zeigen Solidarität, Gedenkveranstaltungen geplant, politische Reaktionen und Kritik an wachsendem Antisemitismus.

Solidarität der Kirchen in Köln
Am heutigen Montag (7.10.) jährt sich der beispiellose Überfall der islamistischen Hamas auf Israel. Mehr als 1200 Menschen starben, und die Terrormiliz nahm zahlreiche Geiseln. Die katholische und evangelische Kirche in Köln haben in einer gemeinsamen Mitteilung ihre Solidarität mit dem israelischen Volk bekundet.
Das Katholische Stadtdekanat Köln, der Katholikenausschuss und der Evangelische Kirchenverband Köln betonen, dass der Überfall das Leben der jüdischen Bevölkerung in Israel radikal verändert habe. Auch in Köln sei dies spürbar. Mit Gedenkveranstaltungen und Gebeten möchten sie ein Zeichen gegen Judenhass und jegliche Form von Gewalt setzen.
Am 7. November um 19 Uhr planen sie einen ökumenischen Schweigegang durch die Kölner Altstadt zur Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938.
Politische Reaktionen und Partnerschaften
Anlässlich des Jahrestags hat Kölns Oberbürgermeisterin Reker einen Brief an ihren Amtskollegen aus Tel Aviv geschickt. Darin drückt sie ihr Mitgefühl mit den Opfern des brutalen Terrorangriffs aus und bekundet ihre Solidarität mit den Einwohnern Israels. Köln und Tel Aviv pflegen seit 45 Jahren eine Städtepartnerschaft.
Auch Jürgen Wilhelm, der Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, äußerte sich zum Jahrestag. Er kritisierte, dass die Attacke nicht dazu geführt habe, israelbezogenen Antisemitismus ernster zu nehmen und dagegen vorzugehen. Im Gegenteil, der Antisemitismus sei seitdem so stark wie lange nicht mehr, so Wilhelm.


