Jecken betteln um die Prinzenspange

Sie genießen ihr Amt in vollen Zügen: Christian Krath, Frank Breuer und Ralf Schumacher – das Kölner Dreigestirn 2020. Ihre Halbzeitbilanz fällt durchweg positiv aus. Einen Makel haben sie aber gefunden.

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Prinz, Bauer und Jungfrau sieht man selten ernst. Sie lachen und feiern sich durch die Session, begeistern die Jecken und ernten von vielen Seiten ganz viel Lob. Ein Thema aber stört und nervt die drei. Bauer Frank bringt es auf den Punkt: "Das Thema Prinzenspange!" Jedes Jahr wird für das amtierende Dreigestirn eine Prinzenspange in großer Stückzahl individuell angefertigt, immer passend zum Sessionsmotto und zur Gesellschaft. Das Dreigestirn entscheidet dann, wer den "Mini-Orden" zum Anstecken bekommt, als eine Art besondere Auszeichnung und Dank.

Die Prinzenspange 2020© Radio Köln
Die Prinzenspange 2020
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Die Spange ist und bleibt im Kölner Karneval das Stück der Begierde – das haben die früheren Dreigestirne auch schon festgestellt. Genau das ist auch das Problem: Die Bettelei um die Prinzenspange habe einen bitteren Beigeschmack, sagt Bauer Frank. Jeder wolle diese Spange haben und fragt danach. "Man fühlt sich an die Wand gedrängt", so Frank Breuer weiter. Selten habe es bislang im Anschluss ein "Nein" gegeben. Das aber hätten die drei mittlerweile auch gelernt.

Das Herzensprojekt des Dreigestirns

Was die drei vom Reiter-Korps "Jan von Werth" in dieser Session ganz besonders am Herzen liegt, ist ihr Spendenprojekt. Allen Spenden, die das Dreigestirn in dieser Session bekommt und einsammelt, fließt in den Bau eines Wagens für Menschen mit (und ohne) Handicap. Mit dem geplanten Wagen können dann zehn Menschen mit Beeinträchtigungen im Rosenmontagszug mitfahren. Das Projekt soll zur Inklusion im Karneval beitragen. Die Jungfernfahrt ist für den Rosenmontag 2021 geplant. Zum Spendenprojekt.



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