Jeckenreport: Fööss, Mo-Torres und Dreigestirn

Die negativen Nachrichten reißen irgendwie nicht ab. Inzidenzwert hier, neue Regeln da. Dennoch gibt es sie, die positiven Themen bei uns in der Stadt, vor allem sind sie kölsch. Neue Projekte, neue Songs und neue Gesichter können ablenken und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

© Leonie Handrick Fotografie

Fööss und Kerkeling auf der Bühne

Dass sich die Bläck Fööss mit Hape Kerkeling im Tonstudio getroffen haben, das ist seit einiger Zeit bekannt. Am Wochenende standen Band und Moderator zum ersten Mal zusammen auf der TV-Bühne und präsentierten den neuen Song "Buchping vun Heimwih", den wir auch auf dem Jubiläumsalbum der Fööss zu hören bekommen. Den Fans der Band scheint es gefallen zu haben. Das Video des Auftritts haben die Fööss auf ihrer Facebookseite rausgeklippt. Über 1.200 Mal wurde das Video geteilt. Grund zum Feiern haben die kölschen Legenden am Sonntag sowieso, denn Urgestein Erry Stoklosa hat Geburtstag. Alles Gute!

Mo-Torres und die 1 mit Stern

Köln ist seine Heimat, über Köln singt und rappt er. Doch Köln hat sich in diesem Jahr verändert, zumindest mal was die allgemeine Stimmung und vor allem Veranstaltungsvolumen angeht. Doch Mo-Torres lässt sich nicht unterkriegen und legt kurz vor der etwas anderen Karnevalssession musikalisch noch einmal nach: Gerade ist seine neue EP "VHS" erschienen. Und würde alles normal laufen, hätte er am Samstag sein Palladium-Konzert in Mülheim gespielt (Konzert auf Juni 2021 verlegt). "Nachdenklich" und "traurig" beschreibt der Kölner Rapper seine Gedanken auf seinem Instagram-Kanal. Seinen brandneuen Song "Eins mit Stern" hätte er seinen Fans dann wohl auch präsentiert. Ein Song, der aber erstmal nur auf den Streaming-Portalen gefeiert werden kann. Sein Video dazu hat nach nur wenigen Tagen über 13.000 Abrufe. "Es hilft nichts jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir machen weiter und schauen, dass wir schon bald wieder auf der Bühne stehen können. Aktuell möchten wir allerdings unserer Verantwortung gerecht werden und größere Zusammenkünfte vermeiden", heißt es in einer Pressemitteilung. Acht Songs hat er auf die EP gepackt, die alle in den ersten Monaten der Corona-Pandemie entstanden sind.

Ex-Dreigestirn-Gesellschaft sagt alles ab

Was ist in diesen Zeiten schon planbar? Tag für Tag gibt es neue Entwicklungen und auch neue Ansagen. Das Reiter-Korps "Jan von Werth" hat jetzt für alle geplanten Veranstaltungen vorerst die Reißleine gezogen. Die Rahmenbedingungen für die kommende Session seien derzeit noch nicht absehbar, heißt es auf der Facebook-Seite der Gesellschaft. "Wir haben daher entschieden, unsere Veranstaltungen […] in der derzeitigen Form abzusagen. Alle bereits eingegangenen Kartenbestellungen und alle über unseren Internet-Shop bereits bezahlten Eintrittskarten werden rückabgewickelt und eingegangene Zahlungen werden erstattet."

Das Jan und Griet-Paar will die Gesellschaft dennoch angemessen und respektvoll präsentieren. Und zwar auf Mega-Abstand und mit den höchsten Hygiene-Regeln im RheinEnergieSTADION. Bei der Veranstaltung werden alle Teilnehmenden namentlich registriert, die Sitzplätze direkt zugewiesen, es gibt keinen Getränkeausschank und keine Verkostung und es werden großzügig Abstande zwischen den Sitzplätzen ausgewiesen. "Diese Veranstaltung ist auch ein wenig Lackmustest für die kommende Session", ist sich Frank Breuer, der Ex-Bauer der letzten Session, um die Bedeutung der Veranstaltung bewusst.

Corona-Session bekommt Dreigestirn

"Nur zesamme sin mer Fastelovend" – kein Motto könnte besser in eine Zeit passen als dieses. Schwierige Monate liegen hinter uns, vielleicht noch schwierigere Monate liegen vor uns. Die Problematik rund um das Coronavirus ist mehr als zurück, die Infektionszahlen über den Werten aus dem Frühjahr. Das Festkomitee Kölner Karneval will dennoch eine Karnevalssession mit Kölner Dreigestirn, egal wie anders und wie außergewöhnlich die Zeit wird. Allerdings werden es wohl Tollitäten, die aufgrund der Lage nicht so nahbar, nicht so eng an den Jecken sind, wie all ihre Vorgänger. Die Entscheidung, dass es Prinz, Bauer und Jungfrau geben wird, löst auf unserer Radio Köln-Facebookseite viel Zuspruch, aber auch viel Kritik aus. Wir haben dazu mit dem Ex-Prinzen der Karnevalssession 2019/2020 gesprochen. Was sagt Christian Krath dazu?

© Radio Köln

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