Jeckenreport: Kölle kompakt am 24.05.2020

Das erste Drive-in-Konzert in 50 Jahren Bandgeschichte. Fünf Autokino-Konzerte in Folge - statt Stadion. Und eine Prinzenproklamation des Kölner Karneval im Livestream? Das sind unsere Themen in unserem aktuellen Jeckenreport.

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Da müssen die Bläck Fööss erst 50 Jahre alt werden, um zum ersten Mal in einem Autokino in Köln zu spielen - gezwungenermaßen zumindest. Gleich zwei Mal durften die kölschen Legenden in der vergangenen Woche beim Car-Watch in Ehrenfeld auf die Bühne und dort erlebten die Fööss statt Klatschkonzert ein Lichthupen- und Blinker-Konzert der allerfeinsten Sorte. "Näää, wor dat schön jestern Ovend", hieß es auf der Facebookseite der Band. Mit knapp 220 Autos war das Gelände voll und ausverkauft. In den Autos waren die Fans bestens vorbereitet: Snackboxen, Frikadellen, Käsewürfel und Kaltgetränke. Und die Musik der Bläck Fööss gab es über das Autoradio zu hören.

© Bläck Fööss/facebook
© Bläck Fööss/facebook

Auch die Jungs von Kasalla sind gerade auf Autokino-Konzert-Tour. Am Samstag machten Basti, Flo, Nils, Sebi und Ena dann zum ersten Mal den Aufschlag in Köln. Und nach dem verschobenen Stadion-Konzert in Köln, geht die Band gleich in die Autokino-Vollen und spielt gleich fünf Mal hintereinander. Man habe endlich wieder feste Zeiten, Soundcheck und so weiter. Das habe schon wieder was von Tourleben, sagte uns Frontmann Basti Campmann im Radio Köln-Interview. Und wie fühlt sich ein Konzert vor Autos und Fensterscheiben an? Die Antwort könnt ihr euch hier anhören.


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Karneval in Corona-Zeiten

Wie kann eine Karnevalssession ablaufen, wenn die Maßnahmen rund um das Coronavirus befolgt werden müssen? Darüber machen sich gerade das Festkomitee Kölner Karneval und die vielen Karnevalsgesellschaften bei uns in Köln Gedanken. So oder so: "Den Karneval komplett abzusagen ist keine Option." So steht es in einer Pressemitteilung des Festkomitees. FK-Präsident Christoph Kuckelkorn betont sogar:

"Der Karneval in Köln, das sind teils spontane, teils organisierte Feierlichkeiten, die sich über Tage in jeden Winkel dieser Stadt ausbreiten. Wie Weihnachten ist das Fest ein fester Bestandteil des Kalenders."

Aktuell gehen die Überlegungen in viele Richtungen. Es gibt Best-Case- und Worst-Case-Szenarien. Auch für den 11.11. und die Proklamation des Kölner Dreigestirns. Prinz, Bauer und Jungfrau könnten ja auch im kleinen Kreis im Rathaus proklamiert und das Ganze dann im Livestream übertragen werden. Wir haben darüber mit dem Ex-Prinzen Christian Krath gesprochen. Kaum einer weiß besser, wie nahbar ein Prinz im Karneval ist oder sein muss. Er hat uns erzählt, wie wichtig die Sessionseröffnung und die Prinzenproklamation für ihn war und ob es immer die große Sause mit 1.300 Gästen im Gürzenich sein muss.

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