Kölner HIV-Board bundesweit einzigartig

(GL|Symbolbild) Seit anderthalb Jahren gibt es in Köln das sogenannte HIV-Board. Das ist ein Zusammenschluss verschiedener Institutionen, die Menschen mit HIV helfen, die nicht krankenversichert sind. Darauf macht die Stadt anlässlich des Weltaidstages am 1.12. aufmerksam. 

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Die Idee hinter dem sogenannten HIV-Board ist, eine schnelle Hilfe für Infizierte, die weder einen Arzt haben, noch krankenversichert sind, zu bieten. Das seien häufig Obdachlose, Geflüchtete oder Menschen mit Suchterkrankungen, sagt die Stadt. Diese Menschen können sich über anonyme Sprechstunden melden und bekommen unbürokratische Hilfe. Das HIV-Board sei in Deutschland einzigartig und zeige, wie gut die Zusammenarbeit unter verschiedenen Hilfsstellen funktionieren kann, sagt Kölns Gesundheitsdezernent Harald Rau. Bundesweit fehle es aber an einer Gesamtlösung für Menschen ohne Krankenversicherung.

Unter 0221 - 221 / 24602 können Menschen ohne Krankenversicherungsschutz eine medizinische Sprechstunde vereinbaren.

Die Kölner Caritas ruft zum Welt-Aids-Tag zu mehr Solidarität und Respekt auf. Betroffene müssten oft immer noch mit Ausgrenzungen und Stigmatisierung kämpfen.

Dieser sozialen Benachteiligung will der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln am Welt-Aids-Tages entgegentreten. HIV-Infektionen seien inzwischen zwar gut behandelbar, aber weiterhin nicht heilbar. Auch in Zeiten vieler Krisen dürfe die Versorgung von HIV-Infizierten und die Prävention von Infektionen deshalb nicht aufhören. Im Erzbistum Köln gibt es dafür vier Beratungsstellen der Caritas und vom Sozialdienst Katholischer Männer. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Bundesweit sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mehr als 91.000 Menschen mit HIV infiziert.

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