Mehr gemeldete Fälle: Diskriminierung in Köln nimmt zu

Diskriminierung ist auch in einer weltoffenen Stadt wie Köln ein Thema. Das zeigt das dritte Diskriminierungs-Monitoring der Stadt. Demnach ist die Zahl der gemeldeten Fälle gestiegen. Der aktuelle Bericht bezieht sich auf das Jahr 2024. Zum dritten Mal erhebt die Stadt diese Daten – erstmals sind sie damit über mehrere Jahre vergleichbar.

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Die Stadt bewertet den Anstieg auch als Zeichen dafür, dass sich mehr Betroffene trauen, Diskriminierung zu melden. Trotzdem müssten die Zahlen ernst genommen werden, heißt es aus der Verwaltung.

Besonders deutlich gestiegen ist laut Bericht die Zahl antisemitischer Vorfälle – sie hat sich mehr als verdoppelt, vor allem im Zusammenhang mit Israel. Auch Diskriminierung gegen queere Menschen hat zugenommen. Zudem ist Rassismus gegen Schwarze Menschen häufiger gemeldet worden.

Mehr als acht Prozent der Fälle betreffen außerdem Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen.

Die Stadt nutzt das Monitoring, um Präventions- und Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln. Ende April beschäftigt sich der Integrationsausschuss mit dem Bericht.