Onlinebanking: Sicher gegen Phishing-Mails

Der Finanztipp bei Radio Köln wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

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Wenn Betrüger an Eure Daten und an Euer Geld wollen, dann stehen sie entweder vor der Tür und wollen euch irgendwas verkaufen. Oder sie verschicken komische Emails, so genannte Phishing Mails. Mit diesen sollt Ihr unter Druck gesetzt werden. Zum Beispiel mit so Schlagworten wie "Kontosperrung" oder "Identitätsklau".

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Phishing Mails sollen ködern, Euch dazu verleiten, wichtige Daten einzugeben und preiszugeben. Über Links und manipulierte Seiten sollt Ihr zum Beispiel Geheimzahl (PIN) und Einmalpasswort (TAN) oder andere persönliche Daten eingeben. Wenn schon 'Ihr Konto wurde gesperrt' im Betreff steht – Vorsicht. Wie Ihr betrügerische Mails sofort erkennt und was Ihr beachten solltet, erklärt Euch unser Finanzexperte Maximilian Blusch.

1.Der Absender. Bei genauerer Betrachtung der Absender Domain erkennt man Unterschiede zu einer echten Absenderadresse.
2.Die Anrede. Häufig beginnen Phishing Mails mit 'Sehr geehrter Kunde', keine Sparkasse oder Bank würde Euch mit einem bloßen „Platzhalter“ für Euren Namen anschreiben. (Immer öfter tauchen leider auch (Teil-) personalisierte Anreden auf.)
3. Schlechtes Deutsch. Schreib- und Grammatikfehler, sind definitiv ein Hinweis auf einen Versuch Eure Daten zu klauen. (Hier müssen wir leider eine immer bessere „Qualität“ feststellen.)
4. Links zur Website. Der Text fordert Euch auf, über einen in der Mail angebotenen Link Eure PIN und TAN oder andere sensible persönliche Daten einzugeben. Der Link beginnt i. d. R. nicht mit dem verschlüsselten Standard 'https' sondern nur http und es fehlt das Schloss-Symbol. Einem angebotenen Link solltet Ihr niemals folgen. Meldet Euch immer direkt unter der bekannten Site an.
5. Mailanhänge. Öffnet keinesfalls irgendwelche Anhänge egal welchen Formats. Anwendungen, Bilder oder Texte können möglicherweise Viren enthalten.
(6. Fehlende Unternehmensinfos. Phishing-Mails enthalten i.d.R. kein Impressum und keine Telefonnummern oder Ansprechpartner für Rückfragen.)

Beim sicheren Online-Banking gilt: Achtet auf das Schloss-Symbol, dass während der gesamten Verbindungsdauer mit der Seite Eures Instituts in der Internetadresszeile angezeigt wird. Beendet Eure Verbindung immer mit dem Button 'Abmelden'. Schließt das jeweilige Browserfenster, nachdem Ihr Euch abgemeldet habt. Mein Tipp, manche Institute bieten Euch „für alle Fälle“ einen Internet-Schutz für unter 50 Euro im Jahr (für alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder) zur Abdeckung der mit dem Internet verbundenen Risiken. Über den deutschlandweit kostenfreien Sperr-Notruf 116 116 könnt Ihr auch Euren Online Banking Zugang rund um die Uhr sperren.

Weitere Infos:

Sicherheit im Internet: Der kostenfreie Sperr-Notruf ist deutschlandweit unter 116 116 erreichbar. Die Online-Banking Hotline der Sparkasse KölnBonn unter 0221 226-98530 täglich von 7:00 - 23:00 Uhr.

Mit 5 einfachen Regeln seid ihr beim Online-Banking auf der sicheren Seite:

  • Die Sparkasse und andere seriöse Unternehmen fragen niemals nach PIN, TAN oder Anmeldename! Unter keinen Umständen diese persönlichen Informationen auf Nachfrage preisgeben, weder am Telefon, per SMS, WhatsApp, E-Mail oder auf unbekannten Websites. Auch nicht an vermeintliche Mitarbeitende.
  • Persönliche Daten nur auf bekannten Seiten der SKB eingeben! Betrügerische Internetseiten sind heute täuschend echt gemacht. Niemals irgendwelchen Links folgen, um dort persönliche Online-Banking Daten einzugeben.
  • Transaktionsdaten vor der Freigabe immer kontrollieren! Die TAN – also die Transaktionsnummer - ist die persönliche elektronische Unterschrift. Niemals blanko 'unterschreiben' und ohne Kontrolle irgendwelche Vorgänge freigeben.
  • Im Zweifel Vorgang abbrechen und nachfragen! Den Vorgang abbrechen, wenn er suspekt oder unverständlich erscheint. Lieber einmal zu viel nachfragen als Schaden zu nehmen.
  • Eigene Hardware schützen! Technische Schwachstellen im eigenen Gerät nicht zulassen (z.B. das Betriebssystem, den Virenscanner und die Softwareprogramme stets aktuell halten) und das eigene Gerät vor sonstigen unberechtigten Zugriffen schützen.

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