So war die Demo zur Europawahl

Eine Woche vor dem Urnengang stand Köln am Sonntag komplett im Zeichen der Europawahl. Ein Bündnis aus über 70 Verbänden und Organisationen hatte für Sonntag unter dem Motto „Ein Europa für alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ zu einer Demo an der Deutzer Wert aufgerufen.

Die Demo in Köln war Teil eines europaweiten Aktionstages. Zeitgleich wurden in sechs weiteren deutschen und zahlreichen europäischen Großstädten ähnliche Demos abgehalten. Die größte deutsche Demo gab es laut Veranstaltern in Köln.

Nach ersten Schätzungen der Polizei kamen zwischen 20.000 und 30.000 Teilnehmer zur zentralen Kundgebung an der Deutzer Werft.

Die Botschaft: Geht wählen, überlasst die Zukunft nicht den Extremisten und Populisten!

Alle teilnehmenden Organisationen und Verbände einte die Sorge um die Zukunft Europas. Hermann Rheindorf von der AG Arsch Huh sagte, Ziel sei es, eine Woche später möglichst viele Menschen an die Wahlurnen zu bringen. Man dürfe die Zukunft Europas nicht in die Hände von Nationalisten, Extremisten oder Populisten geben, so die Bündnisse.


Demo durch die Innenstadt

Bis zum späten Sonntagnachmittag fand das Hauptprogramm der zentralen Kundgebung statt. Laut Veranstalter sollen über den Tag verteilt sogar bis zu 45.000 Menschen an der Demo teilgenommen haben.

Zentrale Kundgebung zur Europawahl-Demo

Oberbürgermeisterin Reker hoch zufrieden mit Zuspruch an Demonstration

Ich glaube, dass die Parteien es jetzt wirklich begriffen haben, weil sie wirklich gute Europakandidaten und -kandidatinnen aufgestellt haben. Dieses Gefühl, was es manchmal so gab, dass die Politiker die in Deutschland nicht mehr eine wirklich große Chance haben nach Europa geschickt werden ist vorbei.  

Neben verschiedenen Politikern traten auch viele Künstler wie Brings oder Cat Ballou auf, um gegen Nationalismus und für ein friedliches Miteinander zu demonstrieren. Die Demo musste am Sonntagnachmittag wegen des Gewitters vorzeitig abgebrochen werden, einige Bands und Künstler mussten ihre Auftritte absagen.

Der Liveticker zum Nachlesen

16.33 Uhr: Die Kundgebung ist jetzt offiziell beendet. Weil sich die restlichen Teilnehmer langsam auf den Weg nach Hause machen, kann es vereinzelt nochmal zu Einschränkungen kommen.

16.20 Uhr: Der Regen hat dafür gesorgt, dass viele Teilnehmer inzwischen nach Hause gegangen sind.

15.52 Uhr: Gerade ist der Kölner Comedian Fatih Cevikkollu auf der Bühne. Gleich kommen noch Brings und BAP.

14.57 Uhr: Nach Aussage des Veranstalters sind ca. 45.000 Teilnehmer zur Demonstration gekommen. Die Polizei schätzt die Anzahl auf ca. 20.000 - 30.000.

13.57 Uhr: Laut Polizei sind alle Demonstranten mittlerweile in Deutz angekommen. Die Siegburger Straße ist momentan zwischen der Deutzer und der Severinsbrücke für den Autoverkehr gesperrt. Die Linie 7 fährt aber wieder.

13.40 Uhr: Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist auch dabei. Genauso wie Andrea Nahles und Katarina Barley.

12.55 Uhr: Laut Polizei sind mehrere tausend Teilnehmer zu der Demonstration gekommen - bisher allerdings weniger als erwartet. Das könne sich im Laufe des Nachmittags aber noch ändern. Und auch auf den KVB-Linien 3 und 4 kommt es in Deutz gerade zu Verzögerungen.

12.40 Uhr: Die ersten Demonstrationszüge sind inzwischen an der Deutzer Werft angekommen, andere sind noch in der Innenstadt unterwegs. Auf der Bühne hat das Vorprogramm begonnen; um 13 Uhr startet das Hauptprogramm.

11.40 Uhr: Die Demonstranten, die sich am Dom versammelt haben, ziehen jetzt los Richtung Deutzer Werft.

11.20 Uhr: Laut KVB fahren die Buslinien 106, 132, 133 und 159 sowie die Stadtbahnlinie 7 zur Zeit nicht den üblichen Linienweg.

10.51 Uhr: Auf dem Rudolfplatz, Chlodwigplatz, Roncalliplatz und Kalk Kapelle laufen die letzten Vorbereitungen, die ersten Teilnehmer versammeln sich. Auch die Polizei hat sich schon formiert.

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