Straßenkarneval - Wichtige Informationen!

(FW|IS)Köln bereitet sich auf den Straßenkarneval vor – was ihr wissen müsst.

Wo mit wem treffen und schunkeln? Was sind die richtigen Kostüme? Das sind die Fragen, die viele Jecke klären müssen. Die Einsatzkräfte von Stadt, Polizei, aber auch den Hilfsdiensten müssen ganz andere Fragen klären, damit alle möglichst friedlich feiern können und auch von A nach B kommen. Wieder besonders im Fokus. Das Kwartier Latäng.

© Radio Köln/Waltel

Kwartier Latäng

Wie zuletzt wird die Stadt Köln das Kwartier Latäng rund um die Zülpicher Straße absperren und die Zugänge für Besucher schließen, sollte es drinnen zu voll werden.

Feiernde kommen über die Zugänge an der Uni-Mensa sowie auf der Roonstraße ins Viertel. Wer vom Barbarossaplatz kommt, wird über die Luxemburger Straße zur Uni-Wiese geführt. Wer vom Rudolfplatz kommt, wird über die Beethovenstraße auf die Roonstraße geführt. An den Zugängen gibt es Kontrollschleusen.

Sollte das Zülpicher Viertel voll und gesperrt sein, dient die Uni-Wiese als Ausweichfläche. Hier passen laut Stadt maximal 50. 000 Menschen hin. Dann gibt es dort auch Musik, Getränke und Essen. Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende und deren Beschäftigte sowie Karteninhaber von geschlossenen Gesellschaften können auch andere Eingänge nutzen.

Die Stadt will mehr Urinale und Mülleimer aufstellen als bislang. Außerdem wird diesmal auch der Aachener Weiher und die umliegenden Wäldchen abgesperrt, um vor Müll zu schützen.

Eine Eventfläche auf den Ringen soll außerdem erstmals den jungen Menschen eine Alternative zum Zülpicher Viertel sein.


Polizei

Die Kölner Polizei wird mit über 1.500 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein. Schwerpunkte werden die Party-Hotspots Altstadt, Zülpicher und Ringe sein. Erfahrungsgemäß gibt es hier mit steigendem Alkoholpegel auch mehr Auseinandersetzungen.

Die Polizei rät vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und dem Nahen Osten außerdem, bei der Kostümwahl auf provozierende Botschaften zu verzichten und keine täuschend echt aussehenden Waffenattrappen mit sich zu tragen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird laut dem Einsatzleiter der Polizei Martin Lotz der Schutz der Synagoge auf der Roonstraße sein. Dort wird auch ein zentraler Zugang für die Feiernden ins Zülpicher Viertel sein.


Ordnungsamt und Sicherheitskräfte

Die Stadt Köln hat angekündigt, dass etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes an den jeweiligen Karnevalstagen im Einsatz sein werden. Außerdem habe man etwa 1.000 private Sicherheitskräfte eingekauft.

Nach den Problemen mit zu laschen Kontrollen der privaten Sicherheitskräfte und Fällen von Bestechlichkeit will die Stadt zusammen mit dem Zoll die Arbeit der Sicherheitsunternehmen im Auge behalten. Weitere Schwerpunkte sind Jugendschutzkontrollen, das Glasverbot oder Wildpinkler. Wer beim Wild urinieren erwischt wird, muss mit Strafen von bis zu 200 Euro rechnen.


Feuerwehr und Hilfsorganisationen

Die Feuerwehr Köln rechnet über den Straßenkarneval wieder mit deutlich mehr Einsätzen als an „normalen“ Tagen. Wie sonst auch, am Rautenstrauch-Joest-Museum eine temporäre Feuerwache aufgebaut.

In der Altstadt und im Kwartier Latäng beobachten Feuerwehrleute die Situation, um bei Bedarf frühzeitig tätig werden zu können, etwa um Fahrzeuge zu lenken oder die Lage besser überblicken zu können.

Erstmals wird die Berufsfeuerwehr der Stadt Köln an Weiberfastnacht und Rosenmontag ein Notversorgungszentrum einrichten. Es soll am Berufskolleg an der Humboldtstrasse aufgebaut werden. So sollen die umliegenden Krankenhäuser entlastet werden. Die vielen stark betrunkenen Menschen hatten zuletzt die Krankenhäuser besonders belastet, sagte uns eine Stadtsprecherin.


Neben den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten werden Hunderte ehrenamtliche Kräfte der Hilfsorganisationen im Einsatz sein. Sie besetzen die Unfallhilfestellen rund um den Heumarkt, den Alter Markt und im Kwartier Latäng:


Die Unfallhilfestellen in der Altstadt findet ihr:

•        Bechergasse

•        Marsplatz

•        Alter Markt

•        Gürzenichstraße,

•        Leystapel

•        Frankenwerft.

 

Die Unfallhilfestellen im Kwartier Latäng findet ihr:

•        Roonstraße

•        Dasselstraße

•        Zülpicher Wall (vor dem Institut der Biochemie der Universität zu Köln)

•        Meister-Ekkehart-Straße

•        Luxemburger Straße

•        Bachemer Straße


Erhebliche Verkehrseinschränkungen

Zur Vermeidung von Unfällen wird die Stadt Köln insbesondere im Zülpicher Viertel und in der Altstadt zahlreiche Straßen sperren. Hier ein Überblick:


Zülpicher Viertel

Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag werden zahlreiche Straßen in dem Veedel gesperrt. Die Luxemburger Straße wird stadtauswärts bei Bedarf komplett gesperrt. Der Verkehr soll dann über den Salierring abgeleitet werden. Die Zülpicher Straße wird ab Donnerstag früh voll gesperrt. Das gilt auch für die Roonstraße und dem Ring zwischen Lindenstraße und Barbarossaplatz. 


Darüber hinaus gesperrt sind der Rathenauplatz, die Boisseréestraße, die Görresstraße, die Lochnerstraße, die Meister-Gerhard-Straße, die Heinsbergstraße, die Kyffhäuserstraße, die Hochstadenstraße, die Dasselstraße, die Moselstraße, die Engelbertstraße zwischen Beethovenstraße und Zülpicher Straße, der Zülpicher Wall, die Meister-Ekkehart-Straße und die Wilhelm-Waldeyer-Straße. Die Sperrungen beginnen gegen 6 Uhr und werden zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht aufgehoben.

Der Hohenstaufenring wird bereits ab dem 7. Februar für eine Veranstaltung von der Kreuzung Schaafenstraße bis zur Kreuzung Schaevenstraße gesperrt. Damit einhergehend werden die Lindenstraße sowie der Habsburgerring ebenfalls für den Individualverkehr gesperrt.

An den übrigen Karnevalstagen orientieren sich die Verkehrssperren an den Glasverbotszeiten. Sie werden jeweils eine Stunde vor Beginn des Glasverbots eingerichtet und aufgehoben, sobald es die Lage zulässt. Sonntags wird der Verkehr nur bei Bedarf gesperrt.


Schutz vor sexualisierter Gewalt

Mädchen und Frauen, die sexuell belästigt, genötigt, bedroht oder vergewaltigt worden sind, finden Rat und Hilfe bei den EDELGARD-Beraterinnen. Diese sind an Weiberfastnacht und Rosenmontag von 11 bis 1 Uhr nachts und Freitag, Samstag und Sonntag von 20 bis 1 Uhr unter der Telefonnummer 0221/221-27777 erreichbar. Auf Wunsch kann ein persönliches Gespräch vereinbart werden. Schützende Orte in eurer Nähe findet ihr hier.

 

 

 

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