Tausende demonstrieren in Berlin für Freiheit im Iran

Demonstration für Freiheit im Iran
© Manuel Genolet/dpa

Demonstration

Berlin (dpa) - Tausende Menschen demonstrieren in Berlin gegen die autoritäre Regierung in Teheran und für Solidarität mit den Menschen im Iran. Nach Polizeiangaben versammelten sich etwa 10.000 Menschen am Brandenburger Tor. Weitere Demonstranten stießen aber noch hinzu, hieß es. Zu der Kundgebung «Freiheit für Iran» hatte ein breites Bündnis internationaler Organisationen in sozialen Medien, mit Flugzetteln und großen Anzeigen in einigen Zeitungen aufgerufen. 

Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf. Sie begleitete die Versammlung nach eigenen Angaben mit rund 380 Kräften. Die Demonstranten zogen am Nachmittag zum Potsdamer Platz und dann zurück zum Brandenburger Tor. 

Der Veranstalter rechnete nach eigenen Angaben mit 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Viele Menschen seien aber noch auf der Anreise, sagte ein Sprecher. So seien Flüge aus Schweden und Dänemark gestrichen worden. Die Menschen seien nun im Bus unterwegs. 

Rund 340 internationale Organisationen sowie politische Persönlichkeiten unterstützen die Demonstration. Nach Angaben des Deutschen Solidaritätskomitees für einen freien Iran wird sie von insgesamt 312 iranischen Vereinen aus mehreren europäischen Ländern getragen.

Viele Angehörige bei Demo

Laut Veranstalter gehörten zu den Demonstranten viele Angehörige von Menschen, die während der jüngsten Proteste im Iran getötet oder festgenommen wurden. Viele schwenkten iranische Fahnen. Auch Fotos von der Präsidentin des im Iran verbotenen Nationalen Widerstandsrates (NWRI), Maryam Rajavi, wurden hochgehalten. Manche Menschen trugen gelbe Westen mit dem Schriftzug «Free Iran».

Rajavi sprach zu den Demonstrierenden in Berlin. Sie forderte unter anderem ein sofortiges Eingreifen des UN-Sicherheitsrates, um Hinrichtungen von Aufständischen und politischen Gefangenen zu stoppen. Der oberste Führer Ali Chamenei müsse vor einem internationalen Gericht angeklagt werden wegen der Tausenden toten Demonstranten. 

Der frühere US-Außenminister Mike Pompeo sollte live zugeschaltet werden. Weitere Redner sollten der frühere Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sowie die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sein. 

Eine dramatische Wirtschaftskrise und sehr hohe Inflation hatten Ende Dezember Proteste im Iran ausgelöst. Die Demonstrationen entwickelten sich zu politischen Protesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem. Sicherheitskräfte gingen gewaltsam vor. Iranische Menschenrechtsgruppen meldeten mehr als 3.400 Tote. Genaue Zahlen lassen sich wegen der Informationssperre kaum überprüfen.

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Demonstration für Freiheit im Iran
Tausende Menschen demonstrieren vor dem Brandenburger Tor für Freiheit im Iran.© Ole Rockrohr/dpa
Tausende Menschen demonstrieren vor dem Brandenburger Tor für Freiheit im Iran.
© Ole Rockrohr/dpa
Demonstration für Freiheit im Iran
Rund 340 internationale Organisationen sowie politische Persönlichkeiten unterstützen die Demonstration. © Ole Rockrohr/dpa
Rund 340 internationale Organisationen sowie politische Persönlichkeiten unterstützen die Demonstration.
© Ole Rockrohr/dpa
Demonstration für Freiheit im Iran
Die Polizei spricht von einem friedlichen Verlauf.© Ole Rockrohr/dpa
Die Polizei spricht von einem friedlichen Verlauf.
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