Viel mehr Blindgänger-Entschärfungen in Köln
Veröffentlicht: Dienstag, 06.01.2026 07:15
In Köln sind im letzten Jahr deutlich mehr Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und entschärft worden als im Vorjahr. Auch die Menschen, die deswegen ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, ist drastisch angestiegen, nach Recherchen von Radio Köln auf fast 70.000 Personen.

Im Jahr zuvor hatte die Stadt Köln die Zahl der Betroffenen noch mit 36.000 Personen angegeben. Besonders anstrengend für Einsatzkräfte und Anwohnerinnen und Anwohner war es Anfang Juni in Deutz. Dort mussten zeitgleich drei Weltkriegsbomben entschärft werden. Über 20.000 Anwohner, zahlreiche Hotels oder der Fernsehsender RTL waren von einer größten Evakuierung der Kölner Nachkriegsgeschichte betroffen.
Immer wieder kam es bei den Evakuierungen zu Zwischenfällen, die die Entschärfungen verzögert haben. In einem Fall hatte sich ein bis dahin nicht bekannter Anwohner noch eine Pizza liefern lassen, in einem anderen Fall musste etwa noch geklärt werden, ob der Suppentopf vom Herd genommen wurde oder es sind Evaluierungsverweigerer mit ihrem Auto auf Einsatzkräfte zu gefahren - eine echte Bedrohung also. Solche Zwischenfälle verhindern nicht nur, dass alle möglichst schnell nach Hause können, sondern können auch richtig teuer werden.


