Was tun, wenn man seinen Flug wegen zu langer Sicherheitskontrollen verpasst?
Veröffentlicht: Dienstag, 24.05.2022 11:26
(TV|Symbolbild) Teils stundenlang warten musste man am Wochenende an den Sicherheitskontrollen des Flughafens Köln-Bonn. Manche Fluggäste haben deshalb sogar ihren Flug verpasst. Und das war nicht das erste Mal: das Problem tritt wohl immer wieder auf. Was ihr in der Situation tun könnt und wie die aktuelle Rechtslage ist, erfahrt ihr hier.

Ein bisschen Wartezeit müsst ihr immer einplanen. Aktuell empfiehlt der Köln Bonn Airport, 2 bis 2,5 Stunden vor Abflug da zu sein. Wenn es so lange dauert, dass nicht mal das reicht und ihr euren Flug verpasst, habt ihr unter Umständen Anrecht auf Entschädigung. Ein Urteil hierzu gab es im Januar vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Zwei Frauen hatten wegen zu langer Wartezeit bei der Sicherheitskontrolle ihren Flug verpasst, obwohl sie 3 Stunden früher da waren.
Ob man Anspruch auf Schadenersatz hat, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es wird empfohlen, möglichst viele Beweise zu sammeln. Hilfreich können zum Beispiel Selfies sein, auf denen im Hintergrund eine Anzeige mit der Uhrzeit zu erkennen ist.
Selbstverständlich solltet ihr nicht selbst für Verzögerungen verantwortlich sein. Verbotene Flüssigkeiten im Handgepäck oder Ähnliches unbedingt vermeiden! Des Weiteren seid ihr verpflichtet, wenn es in der Schlange brenzlig wird, selbst aktiv zu werden und das Sicherheitspersonal darüber zu informieren. Vielleicht habt ihr ja Glück und werdet vorgelassen.
Wenn ihr euch an alles gehalten habt und tatsächlich ein Schadenersatzanspruch besteht, empfiehlt Mario Hoffmeister von der Vereinigung Passagier e.V., sich einen auf solche Fälle spezialisierten Anwalt dazu zu holen. Wem das zu viel ist, der kann es auch erstmal beim Flughafenbetreiber versuchen. Allerdings könnte das schwierig werden.


