Woran erkenne ich unbehandelte Zitronen?
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2026 11:46

Mit oder ohne Wachs
Düsseldorf (dpa/tmn) - Die schlechte Nachricht vorweg: Ob Zitronen unbehandelt sind, lässt sich mit bloßem Auge leider nicht erkennen. Und auch Zitronen, die sich in der Hand wachsig anfühlen, lassen nur vermuten, dass hier Konservierungsstoffe oder Wachs aufgetragen wurden, um sie länger frisch zu halten.
Ob und wie eine Zitrone behandelt wurde, kann man meist nur auf dem Etikett erkennen, stellt die Verbraucherzentrale NRW klar. Gesetzlich müssen Zitrusfrüchte, deren Schale mit sogenannten «Überzugsmitteln» behandelt wurden, mit Begriffen wie «konserviert» oder «gewachst» gekennzeichnet sein.
Doch: «Viele Verbraucher und Verbraucherinnen übersehen diese Angaben, weil sie oft nur im Kleingedruckten auf einem Aufkleber oder gar nicht direkt auf dem Etikett, sondern nur in der Nähe der Ware zu finden sind», erklärt Christiane Kunzel, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale.
Schon gewusst? «Unbehandelt» heißt nicht «bio»
Was Verbraucher oft denken: «unbehandelt» ist gleich «bio». Doch das ist ein Trugschluss: Der Hinweis bedeute laut der Verbraucherschützer lediglich, dass nach der Ernte keine Konservierungsmittel eingesetzt wurden – lasse aber offen, ob und welche Pflanzenschutzmittel während des Anbaus genutzt wurden. Auch unbehandelte Früchte können somit Rückstände auf der Schale und im Zitronensaft haben.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt die Bio-Variante. «Denn im ökologischen Anbau sind sowohl chemische Pflanzenschutzmittel als auch konservierende Nachbehandlungen verboten», empfehlen die Verbraucherschützer. Selbst wenn die Schale nicht genutzt werde, raten sie, alle Zitrusfrüchte vor dem Verzehr gründlich mit warmem Wasser abzuwaschen und anschließend abzutrocknen - so würden mögliche Rückstände entfernt und man verteilt sie nicht noch bis ins Fruchtfleisch.


