Olympia-Abstimmung kostet weniger als geplant – Kritik bleibt
Veröffentlicht: Freitag, 10.04.2026 07:34
Die Kosten für den Ratsbürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung fallen für die Stadt Köln deutlich geringer aus als zunächst geplant. Statt 2,5 Millionen Euro liegen die Gesamtkosten nun bei rund 1,8 Millionen Euro. Und davon übernimmt das Land NRW 85 Prozent. Auf die Stadt selbst kommen damit nach aktuellen Berechnungen noch etwa 274.000 Euro zu.

Trotzdem gibt es weiter Kritik: Gegner des Bürgerentscheids sehen auch diesen Betrag als Geld, das an anderer Stelle fehlt – zumal auch in den anderen Bewerberstädten an Rhein und Ruhr Kosten anfallen. Darüber hinaus befürchten Kritiker steigende Mieten, eine Verdrängung von Menschen aus der Stadt sowie zu hohe Folgekosten, falls Deutschland tatsächlich Olympia ausrichten sollte. Befürworter betonen dagegen die einmalige Chance auf Investitionen – etwa in Verkehr und Infrastruktur.
Noch bis zum 19. April kann abgestimmt werden. Damit die Wahlunterlagen rechtzeitig ankommen, empfiehlt die Stadt, sie spätestens diesen Mittwoch abzuschicken – oder bis Sonntag, 16 Uhr, beim Wahlamt einzuwerfen. Im Herbst wird dann entschieden, mit welcher Region sich Deutschland um die Olympischen Spiele bewerben will.
(TV|FW|Symbolbild)


