Prostituierte demonstrieren gegen „Rotlicht Aus“-Kampagne

(KU) Vor dem Kölner Dom haben am Dienstagmorgen Prostituierte demonstriert. Der Berufsverband Sexarbeit hatte dazu aufgerufen. Der Protest richtet sich gegen die Kampagne "RotlichtAus" und deren Forderung Sexkauf zu verbieten. Der Verband kritisiert die Kampagne als Stimmungsmache gegen die Branche.

© Frank Waltel/Radio Köln

Ein Sexkauf-Verbot würde die Branche in die Illegalität führen, sagte uns Nicole Schulze, die Vorsitzende des Bundesverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen:

"Sie wollen uns immer nur retten retten retten, aber wir wollen nicht gerettet werden. Wir müssen Rechte bekommen, dass wir uns auch in schwierigen Situationen an irgendjemanden wenden können. Wir sagen wir möchten Transparenz und legal Arbeiten so, dass wir uns auch jeder Zeit Hilfe holen können."

Schutzräume wie die Geestemünderstrasse und legale Prostitution würden zeigen, dass die Frauen und Männer ihre Dienstleistungen freiwillig und ohne Ausbeutung durch Dritte betreiben würden, so Schulze weiter. Zwangsprostitution, Vergewaltigung oder Gewalt seien Straftaten gegen die es ausreichend Gesetze gäbe. Die Kampagne RotlichtAus will nach eigenen Angaben mit Slogans wie "Dein Spass ist mein Horrortrip" ein Sexkaufverbot in Deutschland erreichen.

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