Kein Alkoholverbot für Köln

(PR|Foto:Symbolbild) Bei uns in Köln wird es kein generelles Alkoholverbot an den Party-Hotspots geben. Das hat der Krisenstab der Stadt Köln am Freitag entschieden.

© Radio Köln

In speziellen Situationen könne das Ordnungsamt aber dennoch Alkoholverbote aussprechen, so die Stadt. Das sei immer möglich.

Andrea Blome, Leiterin des Krisenstabs, setzt auf die Vernunft der Bürger*innen:

„Köln ist bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Dass das so bleibt, liegt im Wesentlichen in den Händen der Bürgerinnen und Bürger. Sie können durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass die Zahl der Neuinfektionen niedrig bleibt. Das wichtigste Gebot lautet nach wie vor: Abstand halten! Der Krisenstab der Stadt Köln hat sich heute gegen ein generelles Alkoholverkaufsverbot in Szenevierteln ausgesprochen. Wie bisher werden Ordnungsdienst und Polizei die Situation an den bekannten Hotspots beobachten. Sollte übermäßiger Alkoholkonsum dazu führen, dass Feiernde die notwendigen Coronaschutzregeln nicht einhalten, würde der Ordnungsdienst ein Alkoholverkaufsverbot an einzelnen Verkaufsstellen aussprechen. Das gilt gleichermaßen für die Räumung und Sperrung von Straßen und Plätzen. Sollte es zu großen Menschenansammlungen kommen, wird die Stadt Köln mit Unterstützung der Polizei eingreifen, damit der für den Infektionsschutz nötige Mindestabstand eingehalten werden kann.“

Die Meinungen in Bezug auf das Thema gingen in Köln stark auseinander.

So sieht zum Beispiel der OB-Kandidat der Kölner SPD, Andreas Kossiski, ein Alkoholverbot kritisch. Unter Umständen könne das auch zu einer Eskalation führen. Auch die Spitzenkandidatin der Kölner Grünen, Christina Martin, ist für andere Lösungen, wie etwa einen zeitlich begrenzten Alkohol-Verkauf am Stadtgarten.

Der Kölner Polizeipräsident Jacob sagte hingegen, dass ein Alkoholverbot dazu beitragen könne, aggressives Verhalten zu vermeiden.

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