Kölner Schulen kritisieren fehlende Hilfe der Stadt

(GL|Foto:Symbolbild) Ab Montag sollen alle Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn wieder in die Kölner Schulen zurückkehren. Damit es bei der KVB nicht zu voll wird und die Infektionsgefahr steigt, sollen die Schulen zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Unterricht anfangen. 

© Juraj Varga|Pixabay (CC0)

Michael Tabel von der Stadt-Schulpflegschaft kritisiert, dass es keine Einheitlichkeit unter den Schulen gibt:

„Ich weiß, dass jetzt jede Schulleitung ihre eigene Lösung sucht. Manche Schulen halbieren jetzt die Klassen, sodass wenigstens dadurch weniger Kinder in den Bussen und Bahnen sind. Das machen aber alle unterschiedlich und es gibt kein übergeordnetes Konzept.“

Laut dem Schulleiter des Gymnasiums Kreuzgasse, Lüder Ruschmeyer, ist die Kommunikation der Behörden schlecht:

„Wir hatten eine Woche Zeit, um das umzusetzen von Montag auf Montag. Und wenn man Schule macht, dann weiß man, wie viel da dranhängt. Tausend Familien mit natürlich auch privaten Terminplanungen. Das ist ärgerlich und das hätte man besser hinkriegen können.“

Es gibt Verwirrung und Unzufriedenheit. Von der Stadtschulpflegschaft und Schulleitenden heißt es, es gebe kein einheitliches Konzept für Köln. Vanessa Nolte von der Kölner Bezirksregierung sagte uns, das sei jeder Schule selbst überlassen:

 „Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass der Schulträger, also in dem Fall die Stadt Köln, ein Gesamtkonzept für alle Schulen entwickelt. Hier wären dann die Schulen und die Verkehrsbetriebe mit eingebunden.“

Das sei aber nicht passiert, die Stadt habe kein Konzept für alle Schulen entwickelt. Von der Stadt gibt es aktuell noch kein Statement dazu.

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